Drohnenaufnahmen: KarachoBerlin

SNYDER
Berlin

Vor einem Vierteljahrhundert startet SNYDER seine Graffiti-Karriere. In Berlin existiert Graffiti im Jahr 1994 als Abbild des klassischen New Yorker Stylewritings der 1980er Jahre. Diesem Vorbild folgend entwickelt der Künstler in der folgenden Dekade einen eigenen lebendigen Style.

Nicht nur stilistisch orientiert sich SNYDER am Mekka aus Übersee, sondern auch in der Wahl des Untergrunds für seine Arbeiten: Vorwiegend Züge der S-Bahn dienen seit der Jahrtausendwende als fahrende Leinwand für seine Werke.
Obgleich sich parallel seit den 2000ern auch im öffentlichen Raum geklebte Buchstaben-Skulpturen und figurative Arbeiten mit der Schablone im Œuvre des Künstlers finden, ist die Arbeit auf Zügen vorrangig prägend für sein Schaffen.

Um sich im oft engen Graffiti-Kosmos immer wieder neu zu erfinden ohne sich seiner Ursprünge zu entwurzeln, entwickelt SNYDER neue Techniken mit der Sprühdose. Er hüllt Wände, Bahnschilder oder eben Züge in einen Schleier der an Anlauffarben aus der Schweißtechnik oder an Aufnahmen einer Wärmebild-Kamera erinnert. Immer öfter löst sich der Künstler von Buchstaben als Motiv ohne den Kontext, die Herangehensweise und die handwerkliche Technik von Graffiti aufzugeben. SNYDERs Tierdarstellungen in kraftvollen Posen versprühen für ihn dieselbe Energie wie seine tanzenden Buchstaben und lassen den Betrachter eine wilde Welt durch seine bunte Brille entdecken.